HALLE 21: EVEN MORE ROOM FOR START-UP IDEAS!

CO-WORKING HALL IN THE TZ OF THE WIREG FOR START-UPS FROM THE UNIVERSITIES.
In December 2021, an expansion of the co-working landscape on Flensburg University and Hochschule through @ventureDock kicked-off. Students and employees who would like to work on their start-up ideas, have not only the opportunity to do so in the co-working space of the incubator Dock1 on campus, but also decentralized in Halle21. This new location is a few minutes away by bike, in the Technology Center (TZ) of the Flensburg/Schleswig Economic Development and Regional Development Agency (WiREG).

With its size and establishment, Halle21 offers a variable and practical use. Especially the ideas and projects that require more space than a desk profit from this special extension. With the roller door, the high ceilings and the flexible furnishings, the hall offers enough space to turn (almost) every idea into reality. In addition to plenty of space for ideas, the location of the TZ offers optimal conditions for networking, exchange of knowledge, and comes up with interesting additional offers for everything to do with founding a company. Entrepreneurship experts and a variety of start-ups can be found here, as well as employees from the Flensburg University and Hochschule Flensburg, and start-ups by (former) students from both universities. An interesting mix with which the innovative input and exchange never gets boring.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verstärkt Förderung der Gründungskultur an Hochschulen.

Den ganzen Artikel im VC Magazin findest du hier.
Mit seinen Förderwettbewerben Exist I bis IV hat das BMWi seit 1998 bereits eine Vielzahl von Projekten an Hochschulen in ganz Deutschland unter­stützt. Die jüngste Maßnahme, „Exist-Potentiale“, zielt darauf ab, die Rahmenbedingungen für Start-ups und wissensbasierte Ausgründungen aus Hochschulen in der Breite weiter und nachhaltig zu verbessern.

Mit Exist-Potentiale, der neuen Richtlinie unter dem Dach von Exist-Gründungskultur, sollen eine „wahrnehm­bare und aktivierende Gründungskultur an Hoch­schulen sowie notwendige Rahmenbedingungen für innovative und wachstumsstarke Start-ups aus der Wissenschaft geschaffen werden“, heißt es in der Programmskizze des Ministeriums. Über gründungsnahe Lehr- und Beratungsangebote und eine inten­sive Gründungsforschung hinaus ist Unternehmergeist ausdrücklich gewünscht, in allen Fachbereichen, auf dem Campus und in der Hochschulverwaltung. Dahinter steht das Wissen, dass Start-ups eine hohe strategische Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland haben. „Sie bringen Innovationen voran, sind Motor des strukturellen Wandels und schaffen Arbeitsplätze der Zukunft“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier 2019 anlässlich der Bekanntgabe der Förderzusagen. „Hochschulen spielen eine entscheidende Rolle als Ideenschmieden für innovative Gründungsvorhaben.“  [….]

Interview mit Dr. Kirsten Mikkelsen, Jackstädt-Zentrum/EUF – Praxisbeispiel

Ein Praxisbeispiel liefert die Europa-Universität Flensburg (EUF), die – im Verbund mit der Hochschule Flensburg (HSF) – 2019 im Rahmen von Exist-Potentiale mit Schwerpunkt „Potenziale heben“ den Zuschlag bekam für eine Förderung über insgesamt 1,7 Mio. EUR. Dr. Kirsten Mikkelsen, Director Entrepreneurship, Gender & Education am Jackstädt-Zentrum/EUF, gibt einen Einblick.

VC Magazin: Was genau ermöglichen Ihnen die Exist-Mittel?
Mikkelsen: Dank der Exist-Förderung können wir unser Projekt @ventureDock um­setzen. Es zielt darauf ab, bisher wenig bis gar nicht erreichte Studiengänge beider Hochschulen durch interdisziplinäre Veranstaltungsformate in die Gründungs­unterstützung einzubinden. Daneben sieht es die Entrepreneurship-Ausbildung von Lehrkräften in der Region vor, um eine intellektuelle und emotionale Wertschätzung des Gründungsgeists in die Schu­len zu tragen. Kinder und Jugendliche sol­len früh ermutigt und befähigt werden, innovative Lösungsansätze zu suchen.

VC Magazin: Wie ist der aktuelle Stand des Projekts?
Mikkelsen: Allen Corona-Widrigkeiten zum Trotz ist die Projektphase von @ventureDock zum Herbstsemester 2020/21 erfolgreich gestartet: Beide Hochschulen haben ihre Lehre in die Breite geöffnet, insgesamt 17 Studiengänge beinhalten mittlerweile Entrepreneurship Education (EE). Dabei integriert jede Einrichtung ihre Schwerpunkte – die HSF insbesondere Green & Sustainable Entrepreneurship, die EUF insbesondere Mindset und Persönlichkeitsentwicklung sowie EE und Wo­men’s Entrepreneurship. In diesem Herbst­semester rechnen wir mit 70 Teilnehmenden und bieten auch eine Lehrveranstaltung auf Masterniveau mit den dänischen Partnern an. Gut genutzt werden das hochschuleigene Labor (Elektro- und IT), der Maschinenraum (Metall- und Kunststofftechnologie) sowie die Werkstätten aus den Bereichen Holz- und Kunststofftechnologie, die nun allen Teilnehmenden der EE-Kurse zur Prototypenfertigung offenstehen. Zudem adressiert @venture­Dock den wissenschaftlichen Mittelbau: Im Zusammenhang mit Forschungsarbeiten entstehen nicht selten Innovationen, die auch kommerziell genutzt werden können – so arbeitet ein Team gerade an einem Digitalisierungsprojekt, ein ande­res steht kurz vor der Bewerbung um ein Exist-Gründerstipendium. Bei den Schulkooperationen hat bereits ein Hackathon zum Thema „Schule neugd8“ stattgefunden, ein nächster und ein Innovation Camp sind geplant – Studierende treten hier als Multiplikatoren auf und helfen Schülern bei der Projektentwicklung.

VC Magazin: Wie messen Sie den Erfolg des Projekts?
Mikkelsen: Ein wichtiges Erfolgssignal ist für uns aktuell, dass nach nur zwei Semes­tern @ventureDock-Veranstaltungen bereits sieben Projekte in der weiterführenden Gründungsberatung sind. Tatsächlich ist der Projekterfolg nicht immer so einfach zu belegen, denn die Effekte von EE zeigen sich oft erst Jahre nach der Uni. Für uns – wie für jedes Start-up – ist deshalb grundsätzlich Sichtbarkeit wichtig! Die erfragen wir regelmäßig, um zu spiegeln, ob unsere Angebote wahrgenommen werden und wo noch Potenziale unge­nutzt sind. So kannten zuletzt 79% der Befragten @ventureDock, fast 73% das Dock1 (Co-Working Space), nur 33% VentureWaerft (regionale Initiative). Inte­ressant ist auch das „Live Tracking Entrepreneurial Mindset“ – hier haben wir und Studierende die Möglichkeit, die Entwick­lung von Teilen ihres Entrepreneurial Mindsets sowie des Open Innovation Mindsets im Laufe einer EE-Veranstaltung zu verfolgen. Das funktioniert mithilfe ­einer auf Basis wissenschaftlicher Erkennt­nisse entwickelten WebApp von OMind Consulting und ist ein Prototyp, der dann weiterentwickelt und für EE nutzbar gemacht werden soll. Ziel ist, einen Entwicklungsnachweis zusätzlich zu üblichen Kennzahlen wie der Anzahl an Gründungs­projekten liefern zu können. Letztlich ist jeder Kontakt im Projekt ein Stimulus in Sachen Gründung. Die Kursteilnahme erhöht aber auch die Entrepreneurial Competencies – innovative Lösungen suchen, in Projekten denken, moderne Arbeits­organisation kennen – und somit die Chance, auf dem Arbeitsmarkt von heute zu bestehen.

VC Magazin: Danke für das Gespräch!